Detaillierte Untersuchungsergebnisse eines Sturmflutsperrwerks

Das Emssperrwerk wurde 2002 zum Schutz vor Sturmfluten gebaut und vereinfacht den Schiffsverkehr zwischen Papenburg und Emden. Das Bauwerk besteht aus sieben Öffnungen, die insgesamt 476 Meter überspannen und enthält drei verschiedene Sperrtortypen.

Primärziel der Untersuchung waren die Bestimmung des Bauwerkszustands unter Wasser, die Überprüfung der Spundwände im Uferbereich sowie des umliegenden Sohlbereichs. Die Untersuchungsarbeiten vor Ort wurden innerhalb von zwei Tagen durchgeführt, da die Tide die Befahrbarkeit der Tore durch das Messboot beeinflusste.
Die Unterwasserstrukturen des Bauwerks wurden mithilfe eines Multibeam-Sonars vermessen, die Oberwasserstrukturen mithilfe eines Laserscanners. Das Ergebnis war ein 3D Modell, das beiden Messdaten kombinierte.

Partikel im Wasser haben wenig Einfluss auf die Qualität der Ergebnisse

Die Ems fließn wenig Einfluss auf die Qualität der Ergebnisset durch Nordwest-Deutschland und endet in der Nordsee in der Nähe der niederländischen Stadt Delfzijl. Das Emssperrwerk liegt nahe des Mündungsbereichs des Flusses. In dem Bereich führen die Gezeiten einiges an Feinstsediment mit sich und verursachen eine starke Trübung des Wassers. Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) war sehr an der Sonar-Untersuchung interessiert, rechnete allerdings nicht mit klaren Aufnahmen. Die schlechten Sichtverhältnisse unter Wasser bereiteten in der Vergangenheit immer wieder Probleme bei vermessungstechnischen Untersuchungen des Sperrwerks. VRT hat über die Jahre einiges an Untersuchungserfahrung in schlammigen Gewässern sammeln können und konnte so klare Bilder trotz der hohen Partikelzahl im Wasser liefern.

“Die hohe Modellauflösung und die Anzahl der Details in den Aufnahmen, trotz der Wasserqualität, waren unglaublich.“

Reinhard Backer, Leiter Betrieb und Unterhaltung, NLWKN Aurich

Die Untersuchungsergebnisse beinhalten eine 3D Punktwolke inklusive des Gutachtens durch eine/-n lizensierte/-n Bauwerksprüfer/-in. Der NLWKN bekam die Punktwolke sowie das Gutachten über die online Plattform GISGRO geliefert, welche einen einfachen Zugang durch einen Webbrowser sowie das Teilen der Daten unter Kolleginnen/Kollegen ermöglicht. Der Landesbetrieb kann den Zustand des Sperrwerks unter Wasser nun genau begutachten und die detaillierten Ergebnisse in die Wartungsplanung miteinfließen lassen.

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